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Niedersächsischer Staatspreis für Architektur

Das Land Niedersachsen, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, lobt in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Niedersachsen (AKNDS) den Staatspreis für Architektur 2026 aus.

Es ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen, baukulturelle Leistungen in Niedersachsen durch vielfältige Unterstützung in breiter Form anzuregen und zu würdigen. Die Landesinitiative Baukultur hat daher die Stärkung und Weiterentwicklung der Baukultur in Niedersachsen zum Ziel. Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur als höchste Architekturauszeichnung des Landes ist zentraler Baustein der Landesinitiative Baukultur.

Seit 1996 gibt der Staatspreis alle zwei Jahre einen Überblick über das aktuelle Baugeschehen im Land. Das Wettbewerbsergebnis und damit die teilnehmenden Projekte werden in Niedersachsen und darüber hinaus präsentiert. Mit der breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit, darunter die Internetpräsentation und die Wanderausstellung der ausgezeichneten Arbeiten, schafft der Staatspreis ein Qualitätsbewusstsein und hilft, Maßstäbe dafür zu erarbeiten und zu etablieren.

Informationen zur Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt im Online-Verfahren. Dieses vereinfacht die Einreichung und bedeutet für die Bewerberinnen und Bewerber einen überschaubaren Arbeitsaufwand. Eine gleichwertige Präsentation aller eingereichten Arbeiten wird gewährleistet, außerdem wird im Sinne der Nachhaltigkeit bewusst auf die Herstellung von Bewerbungstafeln für alle Einreichungen verzichtet.

Die Bewerberinnen und Bewerber laden digitales Bild- und Planmaterial sowie Texte ihres Projekts über die Internetseite auf den Server hoch. Das Programm generiert daraus standardisierte Bewerbungsbögen als Arbeitsgrundlage für die Vorprüfung und die anschließende Jurierung.

Es können auch mehrere Bewerbungen eingereicht werden.

Die Teilnahme ist für Sie kostenlos. Bewerbungen können eingereicht werden zwischen dem 18.05.2026 und dem 06.07.2026.

Zu den Siegern der vorangegangenen Staatspreise geht es hier.

Diese 10 Projekte stehen beispielhaft für archi-tektonische Qualität, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung

Jury stellt engere Wahl zusammen – Preisverleihung am 5. November 

Hannover: Am 4. September trat die 12-köpfige Jury zum ersten Mal in Hannover zusammen und bewertete die insgesamt 100 zum Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026 eingereichten Bewerbungen. Erstmals ohne spezielle Fragestellung und damit themenoffen ausgelobt, einigte sich die Jury unter Vorsitz der Berliner Architektin Prof. Minka Kersten (Kersten Kopp Architekten) nach intensiver Diskussion auf 10 Objekte für die engere Wahl. Diese werden im nächsten Schritt in einer Exkursion vor Ort besichtigt, um dann Nominierungen festzulegen und schließlich das Siegerprojekt zu küren. Die Preisverleihung durch den Niedersächsischen Bauminister Grant Hendrik Tonne ist für den 5. November 2026 ab 19 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums Hannover vorgesehen.

Das ist die engere Wahl zum Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2026:

Museum Friedland 2.BA, Friedland

Bauherrin: Staatliches Baumanagement Südniedersachsen, Göttingen – Anett Janiszewski.

Entwurfsverfasser: dichter Architekturgesellschaft mbH, Berlin – Architekt M. A. M. Raoul Kunz, Architekt Dipl.-Ing. Nikolaus Steinke. 

Weitere Beteiligte: onp-Schwieger GmbH, Göttingen – Bodo Barczewski (Bauleitung). 

Fertigstellung: 27.01.2026. Ergebnis eines registrierten Planungswettbewerbs.

Hermann Löns Grundschule | Schule im Wandel – Bestand als Ressource, Langenhagen

Bauherrin: Stadt Langenhagen – Hanno Hahn. 

Entwurfsverfasser: pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Hannover – Architekt Dipl.-Ing. Serge Moorkens, Architektin Dipl.-Ing. Maria Pfitzner. 

Weitere Beteiligte: pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Hannover – Architekt Dipl.-Ing. Tilman Graupner (Projektleitung), Architektin M.Sc. Lea Hagemann (Objektüberwachung) / HNW Landschaftsarchitektur – Homeister von Weymarn PartGmbB, Hildesheim – Landschaftsarchitektin Dipl.-Ing. Susanne von Weymarn (Freianlagen). 

Gefördert von: Bund und Land Niedersachsen - Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen - Investitionspakt Soziale Integration im Quartier | Aktive Stadt- und Ortsteilzentren. 

Fertigstellung: Mai 2024. 

Denkmalstatus: Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG).

Sensoria, Haus der Düfte & Aromen, Holzminden

Bauherrin: Stadt Holzminden – Ralf Flormann. 

Entwurfsverfasser: Anderhalten Architekten GmbH, Berlin – Architekt Prof. Dipl.-Ing. Claus Anderhalten. 

Weitere Beteiligte: nowakteufelknyrim GmbH design & exhibition architecture, Düsseldorf – Stefan Nowak (Ausstellungsgestaltung) / MuseoConsult, Stuttgart – Ursula Dworak (Projektentwicklung Museumskonzept) / ifb frohloff staffa kühl ecker Beratende Ingenieure PartG mbB, Berlin – Michael Kühl (Tragwerksplanung) / Gebr. Becker GmbH & Co.KG Energie- und Versorgungstechnik, Höxter – Mark Becker (HLS-Planung) / Jödicke GmbH & Co.KG, Hameln – Frank Rott (Elektrotechnik) / LORENZ + MÜLLER Ingenieure, Holzminden – Sebastian Müller (Brandschutzplanung). 

Fertigstellung: September 2024.

ThiM – Theater im Malsaal, Hildesheim

Bauherrin: gbg Gemeinnützige Baugesellschaft zu Hildesheim AG, Hildesheim – Jens Bollmann. 

Entwurfsverfasser: Hirsch Architekten BDA, Hildesheim – Architekt Dipl.-Ing. (FH) Sven Hirsch. 

Weitere Beteiligte: K. Rowohl – F. Nolte - Ingenieurbüro für Bauwesen GmbH, Hildesheim – Dierk Fischer (Tragwerksplanung) / Dietze - Akustik und Bauphysik, Hildesheim – Guido Dietze (Akustik und Bauphysik) / Blank Ingenieurbüro, Hildesheim – Jan-Niklas Blank (HLKS Planung) / Elektro-Lindemann GmbH, Hildesheim – Georg Brecht (Elektrotechnische Planung) / Schmitz Schiminski Partner GbR, Hannover – Matthias Schiminski (Lichtgestaltung). 

Fertigstellung: Januar 2024.

Kant Museum im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg

Bauherrin: Ostpreußische Kulturstiftung, Lüneburg – Dr. Joachim Mähnert. 

Entwurfsverfasser: Sunder-Plassmann Architekten PartGmbB, Kappeln – Architekt Dipl.-Ing. BDA Gregor Sunder-Plassmann. 

Weitere Beteiligte: Sunder-Plassmann Architekten PartGmbB, Kappeln – Architektin Dörte Bünning (Projektleitung Generalplanung) / Sunder-Plassmann & Werner Szenografie GmbH, Hamburg – Johanna Sunder-Plassmann (Szenografie) / Ingenieurbüro Wetzel & von Seht, Hamburg – Bernd von Seht (Tragwerksplanung). 

Fertigstellung: März 2026. 

Erweiterung Lutherschule, Hannover

Bauherrin: Stadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement – Lutz Kreissler. 

Entwurfsverfasser: kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten, Berlin – Architekt Alexander E. Koblitz. 

Weitere Beteiligte: sinai Landschaftsarchitekten, Berlin – AW Faust (Freianlagen) / EiSat Ingenieure, Berlin – Jan Mommert (Tragwerksplanung). 

Fertigstellung: Februar 2025. Ergebnis eines registrierten Planungswettbewerbs.

Portal zur Wasserstadt Limmer, Hannover

Bauherrin: GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover – Adeeb Khalis. 

Entwurfsverfasser: BUSCH & TAKASAKI ARCHITEKTEN BDA, Berlin – Architekt Prof. Dr. Julian Busch, Architekt Prof. Simon Takasaki. 

Weitere Beteiligte: architekturstudio pm, Barsinghausen – Dipl.–Ing. (FH) Wladimir Utas (Architekten LP 5-9) / mesh landschaftsarchitekten PartG mbB, Hannover – Landschaftsarchitekt Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski.

Fertigstellung: Januar 2025. Ergebnis eines registrierten Planungswettbewerbs.

Architekturpavillon für die Stadt Braunschweig, Braunschweig

Bauherrin: Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur und Wissenschaft, Kulturinstitut – Jennifer Bork. 

Entwurfsverfasser: JUHU! Architektur - Jensen und Hultsch Architekten PartGmbB, BDA, Braunschweig – Architekt Dipl.-Ing. Marcus Aurelius Jensen. 

Weitere Beteiligte: Miehe Beratende Ingenieure GmbH, Hohenhameln-Bierbergen – Jörg Hluchnik (Tragwerksplanung). 

Fertigstellung: Mai 2026. Ergebnis eines registrierten Planungswettbewerbs.

Bürgerhaus Ofenerdiek, Oldenburg

Bauherrin: Stadt Oldenburg, Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau – Ilona Kath. 

Entwurfsverfasser: gruppeomp Architektengesellschaft mbH, Rastede – Architekt Dipl.-Ing. BDA Oliver Ohlenbusch. 

Weitere Beteiligte: Stadt Oldenburg, Fachdienst Stadtgrün – Lasse Gienke (Freianlagen). 

Fertigstellung: Mai 2026. 

Denkmalstatus: Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG).

Neubau Kreismusikschule Syke, Syke

Bauherr: Landkreis Diepholz – Mischa Flaspöhler. 

Entwurfsverfasser: SchröderArchitekten Partnerschaft mbB, Bremen – Architekt Dipl.-Ing. Michael Schröder. 

Weitere Beteiligte: Ingenieurbüro Buhr GmbH, Lohne – Tobias Meyer (Tragwerk) / Ingenieurbüro Haag GmbH, Syke – Andreas Haag (TGA) / Ingenieurbüro für Elektro-Installationstechnik M+R Höhl und Riekenberg Partnerschaft, Syke – Thomas Höhl (Elektroplanung) / Ing.-Büro Gerlach, Bremen – Peter Gerlach (Bau- und Raumakustik). 

Fertigstellung: Juni 2024. 

Alle Bewerbungen werden am Tag der Preisverleihung im Landesmuseum Hannover ausgestellt. Ab Frühjahr 2027 werden die Ergebnisse in einer Dokumentation veröffentlicht und in einer Wanderausstellung landesweit zu sehen sein.